Aktuelle Nachrichten und Informationen von der Open Search Foundation
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Wir sind busy, betriebsam, beschäftigt, bei der Arbeit …

… auf allen Kanälen laufen Vorbereitungen. Neugierig, warum wir so beschäftigt waren (und sind)? Wir dürfen (noch) nicht über alles berichten … aber aller guten Dinge sind drei:

Erstens: Unter der Federführung von Dr. Christian Geminn hat die Open Search Foundation ein Positionspapier zum Digital-Services-Paket der EU-Kommission erarbeitet und – Spoileralarm: Wir sehen potenzielle Hürden für eine Open-Search-Infrastruktur …weiterlesen

Zweitens: Die Abstracts sind eingereicht, das Programm-Komitee hat gesichtet und entschieden, Speaker sind eingeladen, die #ossym21-Agenda nimmt Form an. Kurz gesagt: Die Vorbereitungen für das dritte Open Search Symposium im Oktober laufen auf vollen Touren. Wie gut, dass die Anmeldung jetzt freigeschaltet ist. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Konferenz online. Also – nichts wie hin! …weiterlesen

Drittens … ist der Startschuss für das Projekt #ethicsinsearch gefallen. Gefördert durch die Stiftung Mercator, holen wir im Rahmen des Projekts #ethicsinsearch Ethik-Expert:innen ins Boot. Gemeinsamer Kurs: eine wertebasierte Internetsuche fördern …weiterlesen

Viel Spaß beim Lesen!
Das Team der Open Search Foundation e.V.


PS: Wunschthemen? Anmerkungen? Schreibt uns einfach an newsletter@opensearchfoundation.org.

 

Fallstricke für Open Search? Stellungnahme der Open Search Foundation zum Digital-Services-Paket der EU-Kommission

Ende 2020 legte die EU-Kommission das Digital-Services-Paket vor. Es beeinhaltet eine Verordnung über digitale Dienste, den Digital Services Act (DSA), eine Verordnung über digitale Märkte, den Digital Markets Act (DMA) und den Data Governance Act (DGA), eine Verordnung zur Datenkontrolle.

Das Gesetzespaket verfolgt zwei Hauptziele:

  • Schaffung eines sichereren digitalen Raums, in dem die Grundrechte aller Nutzer digitaler Dienste geschützt sind
  • Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen zur Förderung von Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, sowohl im europäischen Binnenmarkt als auch weltweit

Die Open Search Foundation hat unter der Federführung von Dr. Christian Geminn  mehrere hundert Seiten Rechtstexte beackert und ein Positionspapier mit Fokus "Open Search" zu den Verordnungen erarbeitet. Unter anderem identifizierte das Team mögliche Schwachpunkte in den vorgeschlagenen Verordnungen, die unbeabsichtigte Auswirkungen auf die Einrichtung und den Betrieb eines Open Web Index in Europa haben könnten. Die Stellungnahme ging an Mitglieder des Europäischen Parlaments und des Deutschen Bundestages.

Hier ein Auszug:

"Die Open Search Foundation begrüßt die Bemühungen der Kommission, die von den drei vorgeschlagenen Verordnungen betroffenen Bereiche zu regeln. Wir sind jedoch der Meinung, dass Teile der vorgeschlagenen Verordnungen in ihrer derzeitigen Form das Potenzial haben, unbeabsichtigte Auswirkungen auf die Einrichtung und den Betrieb eines Open Web Index in Europa zu haben. Dies wiederum könnte die derzeitigen Bemühungen um digitale Souveränität behindern, ein Wert, der von der Europäischen Union als wichtiges Gut und Ziel im digitalen Zeitalter identifiziert wurde. Ein Open Web Index würde die digitale Souveränität erheblich fördern, indem er eine Alternative zu den etablierten Indizes und damit eine Grundlage für die Entwicklung eines Marktes unabhängiger europäischer Suchmaschinen und vieler anderer digitaler Dienste bietet."

Das vollständige Positionspapier (englisch) könnt Ihr hier herunterladen.

Download Positionspapier (englisch, pdf)

#ossym2021 – 3. International Open Search Symposium

Jetzt anmelden!

Vom 11. - 13. Oktober 2021 steigt die dritte Ausgabe der internationalen Open-Search-Konferenz: Drei Tage #opensearch aus unterschiedlichen Perspektiven mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis und vielen anderen Aktiven aus der #opensearch-Community.

Auf der Agenda des #ossym2021 stehen gesellschaftliche, wissenschaftliche und technische Aspekte der offenen und verteilten Internetsuche.

Hier ein Sneak-Peak ins Programm:

Viktor Mayer-Schönberger – Professor für Internet Governance and Regulation am Oxford Internet Institute, Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung und Bestsellerautor von “Machtmaschinen”, "Framers" oder “Reinventing Capitalism in the Age of Big Data”

Astrid Mager – Wissenschafts- und Technikforscherin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Dozentin am Institut für Wissenschafts- und Technologiestudien der Universität Wien

Werner Stengg – Digitalexperte im Kabinett von EU-Kommissarin und Exekutiv-Vizepräsidentin Margrethe Vestager; zuständig für Koordinierung der Digitalpolitik, Künstliche Intelligenz und Datenwirtschaft, Plattform-Ökonomie, Desinformation

Carla Hustedt – Leiterin des Bereichs „Digitalisierte Gesellschaft“ der Stiftung Mercator

Welche neuen Alternativen zu Google & Co. gibt es? Am 12. Oktober berichten

  • Dr. Leif-Nissen Lundbæk (CEO und Co-Gründer von Xayn) und Prof. Dr. Michael Huth (Chief Research Officer and Co-Gründer von Xayn), Dekan am Imperial College London),
  • Rémi Berson (Softwareingenieur bei Brave Search, Experte für Privacy-Technologien) und
  • Sridhar Ramaswamy (CEO und Co-Founder Neeva, former Google executive in charge of Ads)

… über ihre neuen Ansätze und erzählen, was sie antreibt.

Was hat Ethik mit der Internetsuche und Demokratie zu tun?Pernille Tranberg, Expertin für Daten-Ethik, erklärt es uns am am 13. Oktober vormittags in der Plenary Session #ethicsinsearch. Dort werden auch Dr. Mirko Tobias Schäfer und Nelly Clausen von der Universität Utrecht die Data Ethics Decision Aid (DEDA) vorstellen und zeigen, wie man ethische Entscheidungen Schritt für Schritt in Datenprojekten verankern kann.

Die Konferenz findet online statt, Gastgeber ist das CERN*. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte meldet Euch direkt beim CERN an. Tipp: Wenn Ihr noch keinen habt, legt dort vorher einen CERN-Lightweight-Account an und lasst Euch dann durch die Anmeldung leiten.

Das laufend aktualisierte Programm gibt es unter auf der Konferenzwebsite.

Jetzt kostenfrei anmelden
* CERN = Europäische Organisation für Kernforschung in Genf – hier entwickelte Tim Berners-Lee 1989 das World Wide Web.

Projekte #ethicsinsearch – Ethik für die Internetsuche darf kein Nice-to-have sein

Wie verankern wir mehr Ethik in der Internetsuche? Dieser Frage widmet sich das Projekt #ethicsinsearch – Ethik der Internetsuche, gefördert durch die Stiftung Mercator. 

„Aktuell kommt die Internetsuche mit einem großen Machtungleichgewicht und einem hohen ethischen Preis: Werte wie Transparenz, Privatheit und Gerechtigkeit spielen in der Internetsuche so gut wie keine Rolle“, kritisiert Christine Plote, OSF-Gründungsmitglied und Co-Leiterin des Projekts #ethicsinsearch. Das Thema Ethik wird in der Digitalisierung zwar heiß diskutiert, aber kaum mit Blick auf die Internetsuche, die wir alle täglich nutzen.

#ethicsinsearch soll die ethischen Grundlagen für einen offenen europäischen Suchindex liefern. Dazu will das Projektteam um Christine Plote und Dr. Anton Frank mit einer Forschungs-Community aus Hochschulen und Thinktanks nicht nur ethische Knackpunkte benennen, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln. 

Dabei geht es um Fragen wie: „Was sind ethische No Go’s für die Internetsuche?" „Wie können wir die Entwicklung und den Betrieb eines offenen Suchindex wertebasiert gestalten und wie die Werte fest verankern?" „Wer entscheidet, was in den Index aufgenommen und weitergegeben wird? Und wer darf entscheiden, wer entscheidet?“ 

Eine wichtige Aufgabe des Projekts ist es auch, Menschen über ethische Fragen der Internetsuche zu informieren und ins Gespräch zu bringen. Nächste Gelegenheit dafür bietet das International Open Search Symposium #ossym21. Das Thema digitale Ethik steht am 13. vormittags auf dem Programm.  

Infos:
E-Mai an ethicsinsearch@opensearchfoundation.org oder auf der Website der Open Search Foundation




Das Projekt #ethicsinsearch – Ethik der Internetsuche wird gefördert durch die Stiftung Mercator.

Bonustrack

Diese zwei Projekte fanden wir in den letzten Monaten besonders spannend:

„Now we have the chance to create a democratic digital age.“ – Transatlantischer Dialog mit Shoshana Zuboff und Max Schrems

In welcher Gesellschaft wollen wir  leben? 
  • Die legendäre Digital-Ökonomin Shoshana Zuboff, Bestsellerautorin von „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ und vielen aus der Netflix-Dokumentation „The Social Dilemma“ bekannt, und
  • der Jurist und Datenschutzaktivist Max Schrems, der mit seiner Klage vor dem EuGH unter anderem das Privacy Shield zu Fall brachte,
… diskutierten darüber bei einem von Alexandra Geese (Europaabgeordnete der Grünen) veranstalteten Online-Talk.

Wie gut kennt Google uns? Es sind keine Zauberkräfte nötig, um mit Datenspuren Doppelgänger zu erschaffen

Dass Google gerne Daten sammelt, ist kein Geheimnis. Aber: Kennt Google uns am Ende besser als wir uns selbst? Was verraten unsere Suchanfragen über uns? Kann man allein anhand von Online-Spuren das Leben einer Person nachbilden? Und wie manipulierbar werden wir dadurch?

Das Projekt Made to measure beantwortet diese Fragen auf beklemmend konkrete Weise. Allein anhand der Google-Daten einer anonymen Datenspenderin zeigt die Künstlergruppe Laokoon, wie ohne Magie und ohne KI aus Suchanfragen greifbare Informationen und ein sehr persönliches Profil werden.

Interaktive Projektwebsite:
> deutsch
> englisch

Kontakt
Telefon: +49 178 60 149 10
E-Mail: yourinfo@opensearchfoundation.org
Webseite: opensearchfoundation.org

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Open Search Foundation e.V. | Schorn 6 | 82319 Starnberg
Vertreten durch: Dr. Stefan Voigt, Vorstandsvositzender

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